{"id":5472,"date":"2018-07-09T09:38:00","date_gmt":"2018-07-09T07:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zellerseyfert.com\/landgericht-berlin-az-27-o-280-18-und-amtsgericht-tempelhof-kreuzberg-az-131-f-6928-18-einstweiliger-rechtsschutz-gegen-rufschaedigung-und-online-stalking\/"},"modified":"2021-11-23T09:39:13","modified_gmt":"2021-11-23T08:39:13","slug":"landgericht-berlin-az-27-o-280-18-und-amtsgericht-tempelhof-kreuzberg-az-131-f-6928-18-einstweiliger-rechtsschutz-gegen-rufschaedigung-und-online-stalking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zellerseyfert.com\/de\/landgericht-berlin-az-27-o-280-18-und-amtsgericht-tempelhof-kreuzberg-az-131-f-6928-18-einstweiliger-rechtsschutz-gegen-rufschaedigung-und-online-stalking\/","title":{"rendered":"Landgericht Berlin (Az. 27 O 280\/18) und Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg (Az. 131 F 6928\/18): Einstweiliger Rechtsschutz gegen Rufsch\u00e4digung und Online-Stalking"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Mandant lebt in Kanada. Er lernte \u00fcber die Online-Dating-Plattform Tinder eine Frau aus Berlin kennen. Beide kommunizierten nachfolgend in einem Zeitraum von sechs Monaten per E-Mail und per Telefon, trafen sich aber niemals in der realen Welt. Die Frau aus Berlin wurde immer aufdringlicher. Sie verlangte unter anderem, dass unser Mandant ihr bei Bewerbungen und w\u00e4hrend ihres gesamten englischsprachigen Studiums helfen sollte. Unser Mandant beendete daraufhin die Online-Beziehung und brach den Kontakt ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies l\u00f6ste ein extremes Online-Stalking-Verhalten seitens der Frau aus. Sie schickte unserem Mandanten von verschiedenen E-Mails-Accounts aus fortan \u00fcber 100 E-Mails pro Tag und rief ihn \u00fcber verschiedene Telefonnummern pausenlos aus. Ferner kam hinzu, dass die Frau sich an s\u00e4mtliche ihr bekannten Gesch\u00e4ftskontakte unseres Mandanten wandte und diesen vor seinen Gesch\u00e4ftskontakten l\u00e4cherlich machte. Dies geschah unter anderem dadurch, dass die Frau den Gesch\u00e4ftskontakten unseres Mandanten private Fotos und private Kommunikation schickte, die dieser der Frau zuvor online geschickt hatte. Die Frau wollte erst dann wieder damit aufh\u00f6ren, wenn unser Mandant wieder mit ihr spricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir beantragten beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen die Frau, um gegen die Rufsch\u00e4digung gegen\u00fcber den Gesch\u00e4ftskontakten unseres Mandanten vorzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Online-Stalking bez\u00fcglich der ungewollten Kontaktaufnahme per E-Mail und per Telefon ist das Gewaltschutzgesetz einschl\u00e4gig. Zust\u00e4ndig ist danach das Familiengericht am Wohnsitz der Frau, konkret war dies in diesem Fall das Amtsgericht Tempelhof- Kreuzberg. Dort stellten wir einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung von Schutzma\u00dfnahmen nach \u00a7 1 GewSchG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Landgericht Berlin (Az. 27 O 280\/18) hat inzwischen die einstweilige Verf\u00fcgung im beantragten Umfang erlassen. Ebenso hat das Amtsgericht Tempelhof- Kreuzberg (Az. 131 F 6928\/18) die beantragte einstweilige Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz erlassen. Zuwiderhandlungen gegen die einstweilige Verf\u00fcgung und\/oder die einstweilige Anordnung w\u00fcrden zu hohen Ordnungsgeldern bzw. zu Ordnungshaft f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Mandant lebt in Kanada. Er lernte \u00fcber die Online-Dating-Plattform Tinder eine Frau aus Berlin kennen. Beide kommunizierten nachfolgend in einem Zeitraum von sechs Monaten per E-Mail und per Telefon, trafen sich aber niemals in der realen Welt. Die Frau aus Berlin wurde immer aufdringlicher. 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